12.11.2005 | Veranstaltungen

Putzaktion im Lyssbach

Im Wahljahr 2005 verzichtete der Vorstand der Evangelischen Volkspartei EVP Lyss darauf, im Zentrum von Lyss einen Informationsstand aufzustellen, um die Wählerinnen und Wähler auf die Kandidierenden der EVP Lyss aufmerksam zu machen.

Stattdessen beschloss der Vorstand unter der Leitung seines Jungpräsidenten Stefan Hochstrasser einmütig, dass sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die Lysser Bevölkerung ins Zeug legen sollten. Nachdem der Lyssbach letztmals nach dem Lyssbachmärit Mitte Jahr gereinigt worden war, gingen Freiwillige der EVP am Samstag 12. November während drei Stunden daran, den Lysser Dorfbach zwischen dem Restaurant "Sonne" und der Lysser "Seelandhalle" von allem Unrat zu reinigen.

Zwei Reinigungstrupps fischten in Absprache mit Gerhard Zbinden vom Lysser Werkhof allen Unrat aus dem Bach und stellten ihn für die Werkhofangestellten zum Abtransport bereit.

 

Und so konnte gleichentags die beachtliche Menge von 200 Kilogramm Abfall der Kehrichtentsorgung und Alteisensammlung zugeführt werden. Dabei konnten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier sowie die Kandidaten viele neuartige Erfahrungen sammeln. Der Einsatz mit Gummistiefeln im Fliessbach wurde als "cool" beschrieben, wenngleich es auch stellenweise mühsam war, gegen den Strom anzugehen. Dazu gesellte sich die Erfahrung, dass es neben dem eigenen Einsatzgebiet in der Mitte links und rechts davon am Rand viel Gestrüpp gibt, in dem man hängen bleibt. Elementar war auch die Einsicht, dass man schnell im Trüben fischt, wenn man unkontrolliert allzu viel Dreck aufwirbelt. So wäre sicher die eine oder andere Schallplatte unentdeckt geblieben, die im Zeitalter der CDs und DVDs als fliegende Scheibe im Lyssbach gelandet war. Ebenso wurde der Inhalt eines Portemonnaies mit Führerschein, Kundenkarten und anderen Plastikkarten und auch ein Silberring vom Bachgrund herausgefischt. Anscheinend gehört es auch zur normalen Erfahrung, dass man verschwundene Fahrräder (total drei) und Dreiräder (eines) zuerst im Lyssbach suchen sollte, bevor man sie als verschwunden meldet, wie die Funde beweisen. Nebst Maschendrahtzaun und Altpapierbündeln hätte man mit der Anzahl eingesammelter Flaschen aus PET und Glas viele Regale füllen können.