16.01.2006 | News

Christine Schnegg wird Ratspräsidentin

Der GGR wählt einstimmig Christine Schnegg zur Ratspräsidentin für das Jahr 2006

Die Rednerin dankt für die Wahl zur GGR-Präsidentin.

Das entgegengebrachte Vertrauen wird sehr geschätzt. Es ist eine besondere Ehre, die erste GGR-Präsidentin der Fraktion EVP in Lyss zu sein. Die Rednerin freut sich auf dieses Amt. Mit der Geschäftsordnung in der einen Hand und dem Gemeindeschreiber zur Seite, wird sich die Rednerin bemühen, die Sitzungen möglichst reibungslos zu leiten. Sie ist ebenfalls erfreut über die kommenden Repräsentationspflichten, da dies ihrer Vorliebe für Geselligkeit und dem Interesse an neuen Begegnungen sehr entspricht. Mit dem Amtsjahr als Ratspräsidentin beginnt ebenfalls eine neue Legislatur. Bei dieser Gelegenheit gratuliert die Rednerin allen wieder- und neu gewählten Mitgliedern des GR und des GGR und wünscht allen viel Freude bei der Ausübung ihres Amtes. Alle Personen wurden von der Lysser Bevölkerung gewählt und wollen sich dafür einsetzen, dass es Lyss gut geht und sich alle EinwohnerInnen rundum wohl fühlen. So wurde es im Wahlkampf versprochen. Dabei lässt man sich von Idealen, verschiedenen Parteiprogrammen und persönlichen Ansichten leiten und zu Vorstössen, Anträgen oder Massnahmen bewegen. Mit Sicherheit haben bereits jetzt alle Mitglieder einiges an Verbesserungen und Wünschen auf Lager. Der Blickwinkel sollte auch über die Gemeindegrenzen von Lyss fallen. Man sollte zuerst global denken und erst danach regional handeln.

Dass die Welt von massiven Auswirkungen von Klimaveränderungen, Kriegen, Hungersnöten, Naturkatastrophen, Flüchtlingsströmen und sozialen Ungerechtigkeiten geschüttelt wird, ist allen bekannt, wenn dies in der Flut von Schreckensmeldungen überhaupt noch wahrgenommen wird. Vor kurzem begegneten der Rednerin folgende Aussagen:

„Falls du heute morgen gesund und nicht krank aufgewacht bist, bist du glücklicher als 1 Million Menschen, die die nächste Woche nicht erleben werden.

Falls du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, nie die Agonie des Gequälten oder Hunger gespürt hast, dann bist du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt.

Falls du in die Kirche gehen kannst ohne die Angst, dass dir gedroht wird, dass man dich verhaftet oder umbringt, bist du glücklicher als

3 Milliarden Menschen der Welt.

Falls sich in deinem Kühlschrank Essen befindet, du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum Hinlegen, bist du reicher als 75 % der Einwohner dieser Welt.

Falls du ein Konto bei der Bank hast, etwas Geld im Portemonnaie und etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel, gehörst du zu 8 % der wohlhabenden Menschen dieser Welt.

Falls du diese Nachricht liest kannst du dich zusätzlich glücklich schätzen, denn du gehörst nicht zu den 2 Milliarden Menschen, die nicht lesen können“.

Nun könnte die Frage auftauchen, was dies mit Gemeindepolitik zu tun hat. Aus Sicht der Rednerin hat dies sehr viel mit Gemeindepolitik zu tun. Wenn man sich bewusst ist, dass man im Vergleich zur ganzen Welt zu einer materiellen und politisch speziell privilegierten Bevölkerungsschicht gehört, kann eine dankbare Haltung und eine gewisse Bescheidenheit, anstatt das Streben nach mehr, das politische Handeln klar beeinflussen. Die Rednerin wünscht sich nicht nur eine sachliche und lösungsorientierte Politik, sondern vor allem eine wertorientierte Politik.

Auf allen Ebenen sollte es eine Zusammenarbeit geben, welche von gegenseitigem Respekt geprägt ist.

 

Aus dem Sitzungsprotokoll des GGR, 16. Januar 2006